HEXAFLEX-Coaching: mit ACT die Lebenszufriedenheit verbessern

Was ist ACT?

Die Acceptance Committment Therapie (ACT) ist ein achtsamkeitsorientiertes Verfahren, das meditative Elemente fernöstlicher Heilmethoden mit verhaltenstherapeutischen Elementen verbindet. ACT ist lösungsunspezifisch, d.h. es kann zum Coaching oder zur Therapie bei verschiedensten Themen (z.B. Persönlichkeitsentwicklung, mehr Selbstbewusstsein, Stressreduktion und Burnout Prävention) und Störungen (Ängste, Depressionen usw.) eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Therapie wurde wissenschaftlich nachgewiesen.

ACT Acceptance Committment Therapie bei Ängsten und Depressionen Achtsamkeit

Das Hexaflex-Modell oder – wie funktioniert die Therapie mit ACT?

Ein aus sechs Behandlungsdimensionen bestehendes Hexaflex-Modell wird flexibel angewendet, um die Themen oder Störungen wirksam zu bearbeiten.

  • Akzeptanz: Ein Problem zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Therapie oder im Coaching. Zu akzeptieren bedeutet, nicht mehr zu verdrängen. Das ist manchmal schwer auszuhalten, am liebsten würde man (z.B. vor seinen Ängsten oder vor seinen belastenden Gedanken) weglaufen. Akzeptieren hilft, das Problem im ersten Schritt anzunehmen und – falls man es beeinflussen kann – durch die Bearbeitung loslassen zu können.
  • Defusion: Wir fühlen und denken permanent. Durch unsere darauf folgenden Handlungen werden unsere Erwartungen Realität. Ein typisches Beispiel dafür ist Verlustangst in der Partnerschaft. Ein junger Mann fühlt sich selbst wenig liebenswert und neigt deshalb zu Eifersucht. Aus diesem Grund beginnt er, seine Freundin zu kontrollieren. Über die Zeit engt er sie immer mehr ein, so dass sie es nicht mehr aushält und sich von ihm trennt, möglicherweise sogar wegen einem Anderen, den sie ohne den Druck des Partners gar nicht wahrgenommen hätte. Die Defusion dient dazu, die belastenden Gedanken und Gefühle zu erkennen und von der tatsächlichen Realität zu trennen.
  • Selbst als Kontext: Uns immer nur aus unserer eigenen Perspektive zu betrachten macht uns unflexibel. Gerade bei Ängsten oder Depressionen kann man eine Einengung auf bestimmte Themen und Gedanken beobachten. Mit ACT lernt man, sich differenzierter zu betrachten, etwa in den verschiedenen Rollen (z.B. als Vater, als Sohn, als Kollege usw.), mit unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen (das innere Kind, der reife Erwachsene usw.) oder aus den Blickwinkel anderer Personen. Dieses Vorgehen erlaubt einen Perspektivenwechsel und führt zur Erweiterung unseres Handlungsspielraums, wir werden flexibler und erkennen: Es ist viel mehr möglich, als wir vorher glaubten.
  • Werte: Menschen haben Werte, aber leben sie danach? Was ist Ihnen persönlich wichtig? Viele Menschen nennen z.B. ihre Gesundheit, aber wenn man danach fragt, wie sie leben, dann erzählen sie, dass sie rauchen, zuviel essen, zu wenig Sport treiben usw. Die Werte stimmen nicht mit dem Verhalten überein. Das ist auf Dauer sehr anstrengend und kostet Energie, z.B. weil man immer wieder ein schlechtes Gewissen hat. Bei ACT gilt es herauszufinden, welche Werte uns unabhängig von sozialen Normen wirklich wichtig sind. Diese Bedürfnisse mit dem Verhalten in Einklang zu bringen ist der Schlüssel zu einem zufriedenen Leben.
  • Engagiertes Handeln (comittment): Nach der Identifikation der Werte geht es darum, diese auch zu leben. Wenn man z.B. gesund leben will, aber immer wieder an seinen guten Vorsätzen scheitert, werden kleine Schritte definiert, mit denen der Klient es schafft, seine Werte auch zu leben. Bewusst leben zu wollen und dies umzusetzen, führt nicht nur zu mehr Gesundheit und zu einer besseren Figur und Attraktivität, sondern das comittment verhilft auch zu mehr seelischem Gleichgewicht. Man ist näher „bei sich“ und seinen Bedürfnissen, wodurch mehr Lebenszufriedenheit entsteht.
  • Hier und Jetzt: Der Klient lernt, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, anstatt sich mit Gedanken über die Vergangenheit („was habe ich falsch gemacht“, „ich bin nicht gut genug“) oder die Zukunft („ich habe Angst vor xy“, „ich werde es nicht schaffen“) zu stressen. Achtsamkeitsübungen werden erlernt wie Duschen und Zähneputzen. Sie helfen, den Geist zu reinigen und uns von seelischem Ballast (z.B. Ängste, die möglicherweise nie Realität werden und uns nur Energie kosten) zu befreien. Je mehr wir im Hier und Jetzt leben können, umso stressfreier werden wir.

Sex & drugs & rock n’roll? – Was wünschen sich junge Menschen für 2019?

Party oder Stressabbau: Was wollen junge Menschen 2019?

Die DAK-Gesundheit hat in einer repräsentativen Studie, die bereits seit 2014 jährlich durchgeführt wird ermittelt, was sich junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren für 2019 wünschen. Aus der Perspektive älterer Generationen und derem Blick auf ihre eigene Jugend etwa in den 1960er oder 70er Jahren liegt es nahe zu vermuten, dass es sich um mehr Party, Spaß oder Geld handeln könnte.

Wunsch Nr. 1: weniger Stress – was ist nur aus unserer Jugend geworden?

Tatsächlich weisen die Ergebnisse der Studie auf eine ganz andere Bedürfnislage hin. Demnach will jeder Zweite im Alter zwischen 14-29 Jahren digitale Medien wie Handy, Computer und Internet häufiger abschalten. Im Vergleich zu den Studienergebnissen von 2014 ist das ein Anstieg von fast 70 Prozent. Reduktion des Medienkonsums kann helfen, Stress abzubauen und dadurch konzentrations- und leistungsfähiger, ausgeglichener und gesünder zu sein bzw. zu werden.

Bereits Anfang des Jahres wurde der BARMER-Arztreport veröffentlicht, der darauf hinwies, dass jeder sechste Studierende an Depressionen, Angststörungen, Panikattacken oder einer anderen psychischen Erkrankung leidet. Als Ursachen für diese Belastungen wurden Leistungs- und Zeitdruck sowie finanzielle Existenz- und Zukunftssorgen genannt. Die Tendenz ist – nicht nur bei Studenten – steigend: Demnach prognostiziert die WHO (Weltgesundheitsorganisation), dass bis zum Jahr 2030 Depressionen die zweithäufigste Volkskrankheit sein werden.

Ursachen für die Zunahme psychischer Erkrankungen bei jungen Erwachsenen und Studierenden

Erzählen Sie ihren Kindern auch, dass Ihre Mutter Sie in Ihrer Kindheit vom Spielen reinholte, wenn es dunkel wurde? Das ist für Kinder und Jugendliche von heute kaum mehr vorstellbar. Zuletzt hatte die mittlerweile teilweise wieder revidierte Einführung von G8 dazu beigetragen, dass das in acht statt vormals in neun Jahren zu bewältigende Pensum bis zum Abitur der “Abschaffung der Kindheit” Vorschub leistet. Für Sport und Vereinsaktivitäten oder einfach nur zum Spielen bleiben bei dem extrem langen Unterricht kaum mehr Zeit. Vielmehr gestaltet sich der Alltag vieler Kinder heute in enger Taktung zwischen Chinesisch-AG und dem Bulimie-Lernen für die nächste Klausur.

Anpassung ist gefragt – nicht Individualität und Identitätsfindung

Das hohe Lernpensum lässt wenig Raum für kreative und regenerative Tätigkeiten. Was oft übersehen wird ist, dass diese elementar notwendig für die Ich-Findung sind. Bei einer Sportart, die Jugendliche für sich entdecken, können sie Freude am sich Ausprobieren, an Leistung, Teamgeist und Motivation körperlich und mental erfahren und später auf andere Bereiche wie beispielsweise Leistungsdruck oder Prüfungssituationen übertragen. Gleichzeitig lernen sie damit Ausgleichsaktivitäten kennen, können diese in Stresssituationen instrumentell einsetzen und sich somit entlasten. Dasselbe gilt für kreative Hobbys oder fürs Spielen ohne Druck und ohne Ziel, denn auch dort tun sich Erfahrungsräume auf, in denen sich Kinder und Jugendliche ausprobieren und finden können. Das nicht mehr oder nur noch eingeschränkte Erlernen dieser Fertigkeiten hat Auswirkungen auf die Belastbarkeit im Studium, genauso wie später beim Umgang mit Anforderungen im Beruf.

In meiner Praxis berate und therapiere ich viele junge Menschen, die genau an diesem Punkt nicht mehr weiterkommen. Sie wissen gar nicht um ihre Bedürfnisse und Wünsche, haben immer nur funktioniert. Letztlich sagen sie: “Ich weiß gar nicht, wer ich bin!” Dies gemeinsam herauszufinden und zu leben ist das Ziel meiner Beratung.

Achtsamkeit oder wie komme ich endlich ins Hier und Jetzt?

Achtsamkeitsmeditation gegen Stress Work Life BalanceBis vor kurzem kannte kaum jemand den Begriff ‘Achtsamkeit’, jetzt ist er in aller Munde. Achtsamkeit, das bedeutet im Augenblick zu sein, also im hier und jetzt und zwar ohne zu bewerten. Haben Sie sich mal gefragt, wie oft sie es über den Tag schaffen, achtsam zu sein, achtsam mit sich umzugehen? Weiterlesen

Karriereziele 2016 oder: Arbeit ist doch nur das halbe Leben

Karriereziele 2016 mehr Zeit für mich Feierabend mit BuchDie Studie Karriereziele 2016 (im Auftrag des Dienstleisters ManpowerGroup) bringt es an den Tag: Viele Arbeitnehmer wollen endlich nach Feierabend abschalten. Nicht mehr
Gehalt oder ein stärkeres Engagement für den Job ist das wichtigste Karriereziel, sondern über ein Drittel der über 1.000 befragten Personen geben an, sie wollen eine
stärke Abgrenzung zwischen Beruflichen und Privatem vollziehen und so nach der Arbeit den Berufsalltag hinter sich lassen. Weiterlesen