Beziehungskrise – Welcher Partner möchten Sie sein?

Nach der ersten Verliebtheit stellen sich in jeder Beziehung früher oder später Konflikte ein. Die Partner fühlen sich voneinander vernachlässigt, enttäuscht oder nicht angemessen behandelt. Schutzmuster wie Rückzug oder Aggressionen werden eingesetzt, nur leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Die Konflikte verhärten sich dadurch umso mehr. Jeder fühlt sich unverstanden und beharrt auf seinem Standpunkt. Beziehung in so einer Phase wieder “ans Laufen” zu bringen ist nicht so unmöglich, wie es sich manchmal anfühlt. Mit dieser einfachen Übung können Sie für sich selbst Ihre Werte erarbeiten, die Sie in der Beziehung leben möchten.

Welche Werte sind Ihnen wichtig für Ihre Beziehung?

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen und beantworten Sie diese am besten schriftlich:
1.) Welche persönlichen Qualitäten möchten Sie in Ihrer Partnerschaft leben?
2.) Welche Charakterstärken wollen Sie leben oder mit Zusammenleben mit dem Partner entwickeln?
3.) Wie wollen Sie sich über die Zeit verhalten, wie möchten Sie handeln?
4.) Für was wollen Sie stehen als Partner/in?
5.) Stellen Sie sich vor, Sie fragen Ihre/n Partner/in, welche zehn Dinge er/sie am meisten an Ihnen schätzt. Was sollte er/sie aus Ihrer eigenen Sicht am liebsten sagen?

Selbstfürsorge und Selbstrespekt – Der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung

Was steckt dahinter? Das Wichtigste zur Gestaltung einer glücklichen Partnerschaft ist, sich selbst treu zu bleiben. Das bedeutet, eigene Bedürfnisse zu kommunizieren oder auch, dem Gegenüber Grenzen zu setzen. Wie würden sie selbst gerne angesprochen werden? Mit Feindseligkeit, Ärger, Aggression und Bitterkeit? Oder mit Respekt, Akzeptanz, Verständnis und Fürsorge? Treten Sie auch für sich selbst mit Respekt und mitfühlend ein. Das bedeutet, dem Partner weder aggressiv zu begegnen, noch sich selbst zurückzuziehen. Beides führt nicht zum Ziel, sondern macht Sie langfristig zum wütenden Despoten oder zum passiven Ankläger. Wenn sich ein solches Muster in der Kommunikation etabliert, bekommt keiner, was er möchte. Beschäftigen Sie sich daher mit Ihrem Selbstbild in Ihrer Beziehung und begegnen Sie sich selbst genauso wie dem Partner mit Respekt und Fürsorge.


Interview mit der dpa zum Empty-Nest-Syndrom

Eltern allein zu Haus: Den Auszug der Kinder meistern

Von Julia Kirchner, dpa
Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg, www.dpa.de.

Ziehen Kinder aus, kann das bei Eltern tiefe Traurigkeit auslösen. Wissenschaftler beschreiben das als Empty-Nest-Syndrom. Helfen kann in dieser Phase, wenn Eltern wieder den Blick auf sich selbst richten – und die Zeit ohne Kinder für sich nutzen.

Fiat 500 mit Gepäck auf dem Dach, Kinder ziehen aus, Empty Nest SyndromBerlin/Köln (dpa/tmn) – Es gibt Phasen, da fiebern Eltern auf diesen Moment hin: Wenn das Kind doch schon groß wäre. Selbstständig. Sich selbst beschäftigen würde, alleine unterwegs wäre. Man mehr Zeit für sich oder gemeinsam mit dem Partner hätte. Und irgendwann wird es Realität: Das Studium oder die Ausbildung fängt an, und das Kind zieht weg in eine andere Stadt. Mit diesem Schritt werden viele Eltern aber plötzlich mit widersprüchlichen Gefühlen konfrontiert. Statt Erleichterung und Freiheitsgefühl empfinden sie Trauer, Sehnsucht und Verlustängste. Weiterlesen