Metta Meditation – Selbstmitgefühl entwickeln

Metta Meditation - Selbstmitgefühl durch Meditation. Buddha Figur aus Ton mit vor der Brust gefalteten Händen neben unscharfen Lotusblumen

Im Alltag sind wir oft wenig einfühlsam mit uns selbst. Unsere in der Kindheit erworbenen negativen Glaubenssätze (z.B. “ich genüge nicht”, “ich gehöre nicht dazu”) treiben uns an. Wir verurteilen uns dafür, Dinge nicht gut genug zu machen oder wir fühlen uns minderwertig. Wer hat nicht schon einmal gedacht, dass der Chef oder die Kollegen irgendwann entdecken, dass wir eigentlich gar nichts draufhaben.

Perfekt sein wollen führt zu Stress

Wir wären gerne perfekt, attraktiv und erfolgreich und geben uns nie mit der realen Version von uns zufrieden. Das führt körperlich zu Stressreaktionen und in unserem Verhalten zu wenig konstruktiven Aktivitäten wie Vermeidung von Konflikten, Fressanfällen oder Attacken auf andere, wenn wir uns schlecht behandelt fühlen. Oder wir entwickeln sogar Ängste und Depressionen, die behandlungsbedürftig werden.

So weit muss es nicht kommen, denn wir können uns auch umgekehrt positiv beeinflussen. Etwa durch meditative Übungen wie die Metta-Meditation. Der Begriff “Metta” stammt aus dem Indischen und bedeutet soviel wie Freundlichkeit und Güte. Bei der Metta-Meditation formulieren wir gute Wünsche, die als Türöffner zur Öffnung des Geistes wirken können,
z.B:
Möge ich glücklich sein.
Möge ich gesund sein.
Möge ich mich versorgen können.
Möge ich sicher sein.

Sich selbst anzunehmen wirkt sich auch körperlich auf unser Wohlbefinden aus

Wir wiederholen diese kurzen Sätze in unserem Geist, mit dem Ziel einer positiven Verbundenheit mit uns, mit Annahme unserer Selbst.
Das funktioniert nicht nur mental, sondern sogar auf physiologischer Ebene, indem unser Körper das Bindungshormon Oxytocin produziert, das mit einem Gefühl von Geborgenheit und Wohlbefinden einhergeht. Probier’s aus!

HEXAFLEX-Coaching: mit ACT die Lebenszufriedenheit verbessern

Was ist ACT?

Die Acceptance Committment Therapie (ACT) ist ein achtsamkeitsorientiertes Verfahren, das meditative Elemente fernöstlicher Heilmethoden mit verhaltenstherapeutischen Elementen verbindet. ACT ist lösungsunspezifisch, d.h. es kann zum Coaching oder zur Therapie bei verschiedensten Themen (z.B. Persönlichkeitsentwicklung, mehr Selbstbewusstsein, Stressreduktion und Burnout Prävention) und Störungen (Ängste, Depressionen usw.) eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Therapie wurde wissenschaftlich nachgewiesen.

ACT Acceptance Committment Therapie bei Ängsten und Depressionen Achtsamkeit

Das Hexaflex-Modell oder – wie funktioniert die Therapie mit ACT?

Ein aus sechs Behandlungsdimensionen bestehendes Hexaflex-Modell wird flexibel angewendet, um die Themen oder Störungen wirksam zu bearbeiten.

  • Akzeptanz: Ein Problem zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Therapie oder im Coaching. Zu akzeptieren bedeutet, nicht mehr zu verdrängen. Das ist manchmal schwer auszuhalten, am liebsten würde man (z.B. vor seinen Ängsten oder vor seinen belastenden Gedanken) weglaufen. Akzeptieren hilft, das Problem im ersten Schritt anzunehmen und – falls man es beeinflussen kann – durch die Bearbeitung loslassen zu können.
  • Defusion: Wir fühlen und denken permanent. Durch unsere darauf folgenden Handlungen werden unsere Erwartungen Realität. Ein typisches Beispiel dafür ist Verlustangst in der Partnerschaft. Ein junger Mann fühlt sich selbst wenig liebenswert und neigt deshalb zu Eifersucht. Aus diesem Grund beginnt er, seine Freundin zu kontrollieren. Über die Zeit engt er sie immer mehr ein, so dass sie es nicht mehr aushält und sich von ihm trennt, möglicherweise sogar wegen einem Anderen, den sie ohne den Druck des Partners gar nicht wahrgenommen hätte. Die Defusion dient dazu, die belastenden Gedanken und Gefühle zu erkennen und von der tatsächlichen Realität zu trennen.
  • Selbst als Kontext: Uns immer nur aus unserer eigenen Perspektive zu betrachten macht uns unflexibel. Gerade bei Ängsten oder Depressionen kann man eine Einengung auf bestimmte Themen und Gedanken beobachten. Mit ACT lernt man, sich differenzierter zu betrachten, etwa in den verschiedenen Rollen (z.B. als Vater, als Sohn, als Kollege usw.), mit unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen (das innere Kind, der reife Erwachsene usw.) oder aus den Blickwinkel anderer Personen. Dieses Vorgehen erlaubt einen Perspektivenwechsel und führt zur Erweiterung unseres Handlungsspielraums, wir werden flexibler und erkennen: Es ist viel mehr möglich, als wir vorher glaubten.
  • Werte: Menschen haben Werte, aber leben sie danach? Was ist Ihnen persönlich wichtig? Viele Menschen nennen z.B. ihre Gesundheit, aber wenn man danach fragt, wie sie leben, dann erzählen sie, dass sie rauchen, zuviel essen, zu wenig Sport treiben usw. Die Werte stimmen nicht mit dem Verhalten überein. Das ist auf Dauer sehr anstrengend und kostet Energie, z.B. weil man immer wieder ein schlechtes Gewissen hat. Bei ACT gilt es herauszufinden, welche Werte uns unabhängig von sozialen Normen wirklich wichtig sind. Diese Bedürfnisse mit dem Verhalten in Einklang zu bringen ist der Schlüssel zu einem zufriedenen Leben.
  • Engagiertes Handeln (comittment): Nach der Identifikation der Werte geht es darum, diese auch zu leben. Wenn man z.B. gesund leben will, aber immer wieder an seinen guten Vorsätzen scheitert, werden kleine Schritte definiert, mit denen der Klient es schafft, seine Werte auch zu leben. Bewusst leben zu wollen und dies umzusetzen, führt nicht nur zu mehr Gesundheit und zu einer besseren Figur und Attraktivität, sondern das comittment verhilft auch zu mehr seelischem Gleichgewicht. Man ist näher „bei sich“ und seinen Bedürfnissen, wodurch mehr Lebenszufriedenheit entsteht.
  • Hier und Jetzt: Der Klient lernt, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, anstatt sich mit Gedanken über die Vergangenheit („was habe ich falsch gemacht“, „ich bin nicht gut genug“) oder die Zukunft („ich habe Angst vor xy“, „ich werde es nicht schaffen“) zu stressen. Achtsamkeitsübungen werden erlernt wie Duschen und Zähneputzen. Sie helfen, den Geist zu reinigen und uns von seelischem Ballast (z.B. Ängste, die möglicherweise nie Realität werden und uns nur Energie kosten) zu befreien. Je mehr wir im Hier und Jetzt leben können, umso stressfreier werden wir.

„Anleitung zur Achtsamkeit. Wie Genuss gegen Stress, Angst und Depression helfen kann“

Vortrag am Thementag “Genusswelten” im Rautenstrauch-Joest-Museum am 15.04.2018

Kind riecht an Kirschblüte und genießt“Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar”, hat schon Friedrich von Schiller gesagt. Und tatsächlich ist an diesem Spruch sehr viel Wahres dran. Denn unser alltäglicher Stress bringt uns häufig aus der Balance. Weiterlesen

Innere Kündigung? – Tendenz steigend

grünes Fluchtweg SchildImmer wieder werden Studien zur Zufriedenheit von Mitarbeitern in Unternehmen geführt. Dabei steigt die Tendenz, Dienst nur noch nach Vorschrift zu machen und mental bereits gekündigt zu haben rasant. Eine aktuelle Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) (2016) ermittelte, dass jeder fünfte Arbeitnehmer (20 Prozent) bereits nicht mehr hinter seinem Arbeitgeber steht. Weiterlesen