Partnerschaft und Krankheit

Mit fortschreitendem Alter treten bei vielen Menschen vermehrt körperliche und psychische Probleme und Krankheiten auf. Wir spüren, dass wir nicht mehr 20 sind. Chronische Erkrankungen können genauso wie psychische Probleme eine Partnerschaft stark belasten.

Sie haben einen Partner, der unter gesundheitlichen Problemen leidet
Als Angehörige(r) einer erkranken Person stoßen Sie an Ihre Grenzen. In der Sorge um den geliebten Menschen werden eigene Bedürfnisse häufig langfristig nach hinten gestellt. Sie arbeiten bis zur Erschöpfung, um alle Angelegenheiten des täglichen Lebens wie Geldverdienen, Kinder und Haushalt zu bewältigen.

frau schaut besorgt nach untenOftmals führt diese Selbstüberlastung über kurz oder lang zu seelischen Belastungen bei den Angehörigen selbst. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Sie selbst nicht mehr können, sich ausgebrannt fühlen und Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags benötigen. Es geht immer wieder um dieselben Themen und Probleme. Freunde und Familie fühlen sich selbst hilflos und “können es irgendwann nicht mehr hören.” Zudem sind sie meist selbst emotional viel zu sehr beteiligt, um die problematische Situation neutral zu beurteilen und hilfreiche Lösungsvorschläge anzubieten.

Für Betroffene beispielsweise von psychischen Erkrankungen gibt es mittlerweile viele Selbsthilfegruppen. Das Angebot für Angehörige hingegen hinkt noch deutlich hinterher. Sind Sie an diesem Punkt, an dem Sie selbst nicht mehr wissen, wie es weiter gehen soll und ohne Freude in eine unsichere Zukunftsperspektive schauen? Überlegen Sie an dieser Stelle, ob Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchten, um sich selbst (und damit letztlich auch die erkrankte Person in ihrer Familie) zu entlasten – denn wenn Sie selbst nicht mehr können, hilft das ihrem erkrankten Partner am allerwenigsten.

Im Coaching lernen Sie, sich wieder selbst in den Mittelpunkt Ihres Handelns zu stellen und Ihre eigenen Bedürfnisse zu leben. Anhand Ihrer persönlichen Biographie erarbeiten wir gemeinsam Wege für ein persönlich angemessenes Stress-Management und einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst.

Sie leben in einer Partnerschaft und leiden und gesundheitlichen Problemen
Wenn Sie selbst an einer chronischen Erkrankung wie z.B. Krebs leiden, wissen Sie, was es bedeutet, sich neben der Diagnose und Therapie mit der veränderten Lebenssituation auseinandersetzen zu müssen. Aspekte wie die eigene Endlichkeit bis hin zu Todesangst, Sorgen in Bezug auf die eigene Leistungsfähigkeit u.v.m. rücken in den Mittelpunkt. Körperliche Erkrankungen führen daher häufig zu psychischen Belastungen wie bspw. Depressionen. Sie können manches (erstmal) nicht mehr so wie früher. Ihr Partner oder ihre Partnerin muss Sie nun vermehrt unterstützen bei alltäglichen Dingen, die Sie doch eben noch selbst im Handumdrehen erledigen konnten. Damit verändert sich auch die Struktur Ihrer Beziehung. So sehr Sie die Hilfe des Anderen auch wünschen und brauchen, als erkrankte Person geraten Sie möglicherweise in ein Gefühl der Abhängigkeit. Dies bringt, gemeinsam mit den psychischen Auswirkungen der Erkrankung selbst oftmals auch Traurigkeit, Verzweiflung und Aggressionen dem Anderen gegenüber mit sich. In der Partnerschaft gilt es, besonders behutsam miteinander umzugehen. Vielleicht möchten Sie ihren Partner nicht mit ihren immer wiederkehrenden Ängsten belasten und wissen, das jener selbst unter Ängsten leidet oder in großer Sorge ist. Hier kann eine psychotherapeutische Begleitung ansetzen. Ich gebe Ihnen erstmal die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum zu öffnen und mitzuteilen. Wir werden an Ihren Selbstheilungskräften arbeiten und ihre Ressourcen mobilisieren. Dies kann dazu beitragen, dass Sie Ihre Partnerschaft in dieser krisenbehafteten Zeit noch erfüllter und mehr Lebensfreude erleben.