Innere Antreiber – wie Du Dir selber Druck machst

Auf dem Weg zu Dir selbst kann es helfen, Dir Deiner Selbst bewusst zu werden. Das geschieht über Reflexion, also indem Du über Dich selbst nachdenkst. Denk an den letzten Beitrag und nimm Dir Zeit aufzuschreiben, was Du gegen Deine Überzeugung tust. Eigentlich ja blödsinnig, dass man überhaupt etwas gegen seine Überzeugung tut.

In der Psychologie gibt es das Konzept der inneren Antreiber, welches fünf Verhaltensmuster abbildet. Dies sind Perfektionismus, Schnelligkeit, Anstrengung, Harmonie und Stärke. Alle Antreiber sind Fähigkeiten, also etwas Gutes. Die Frage ist nur, wie stark sie ausgeprägt sind. Wenn Du z.B. perfektionistische Tendenzen hast, kannst Du einerseits sehr genau und akkurat arbeiten und sehr im Detail. Das kann für viele Tätigkeiten hilfreich sein. Wenn Du allerdings sehr perfektionistisch bist, unterscheidest Du nicht mehr, ob es in dem Moment wirklich wichtig ist, z.B. nachdem Du im Job 150% gegeben hast, auch noch die Wohnung perfekt aufräumen zu müssen. Der Nachteil ist dann, dass es Dir schwerfällt, Arbeit zu delegieren, weil Du weißt, dass Du es am besten machst. Auch bist Du selten mit Deinen eigenen Leistungen zufrieden, es geht ja immer noch besser.

Das Resultat: Du tust zuviel, überlastest Dich – bis zu Erschöpfung. Vom Antreiber Harmonie („nein“ sagen) erzähle ich Dir demnächst. Du wirst verstehen, warum Du so handelst und wie Du lernen kannst, Dich weniger selbst unter Druck zu setzen – bis dahin!